Angebot der Anonymen Alkoholiker zur Zusammenarbeit
Erschreckende und erschütternde Meldungen in Presse, Rundfunk und Fernsehen über die gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Schäden als Folge der Krankheit Alkoholismus nehmen kein Ende. (Nähere Informationen gibt es hier: Alkohol - Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen).
Wir können als älteste Selbsthilfegruppe, die sich erfolgreich mit dem Thema Alkoholismus befasst, unsere Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen und Menschen zu einem trockenen und nüchternen Leben verhelfen.
Das kann umso besser gelingen, je mehr wir die Zusammenarbeit mit den folgenden „Institutionen“ ausbauen und vertiefen:
- Schulen
- Ärztinnen und Ärzten
- Krankenhäusern und Kliniken
- Reha-Einrichtungen
- Polizei
- Kommunen (Sozialarbeiter/innen, Jugendamt, Streetworker usw.)
- Caritas, Diakonie und „der Paritätische“
- Medien
- Bibliotheken
- Suchtberater/innen in Betrieben
Wir versuchen, mit Ihnen in Kontakt zu kommen, freuen uns aber auch sehr, wenn Sie den Kontakt zu uns suchen. Bitte schreiben Sie an: Team-Oeffentlichkeitsinfo@aa-ig6-rg8.de
Wir haben zum Thema Zusammenarbeit folgende Ideen:
Die Anonymen Alkoholiker (AA) bieten allen Institutionen und Einrichtungen, die regelmäßig mit alkoholkranken Menschen und deren Angehörigen in Kontakt kommen, eine enge und vertrauensvolle Kooperation an. Zu diesen Partnern zählen unter anderem Ärzt*innen, medizinisches und pflegerisches Personal, die Polizei, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, kommunale Stellen, Sozialarbeiter*innen, Streetworker sowie gemeinnützige Organisationen wie Caritas, Diakonie und „der Paritätische“. Auch Medienvertreter*innen, die das Thema öffentlichkeitswirksam begleiten, sowie Bibliotheken, die hilfreiche Literatur bereitstellen, sind wichtige Akteur*innen im Netzwerk der Suchthilfe:
- Schulen unserer Region bieten wir an, dass wir unser Programm in Klassen vorstellen; beispielsweise während der „Suchtwochen“ der Schulen.
- Ärztinnen und Ärzten stellen wir gerne unsere Visitenkarten zur Verfügung, die sie ihren Patientinnen und Patienten diskret überreichen und dabei auf unsere kostenlosen Hilfeangebote hinweisen können. Diese Karten verweisen auf unsere Internetseite und dort auf unsere Meetings und Kontaktpersonen vor Ort. Einmal im Monat ist Ärztinnen und Ärzten die Teilnahme an unseren Meetings möglich.
- Auch Krankenhäusern und Kliniken können diese Visitenkarten dazu dienen, Patientinnen und Patienten nach einer stationären (Entgiftungs-)Behandlung Hinweise auf unser Selbsthilfeangebot zu geben, mit dem eine dauerhafte Trockenheit erreicht werden kann. Wichtig ist aus unserer Sicht ein schneller Übergang von Entgiftung oder stationärer Reha in eine Selbsthilfegruppe.
- Die Polizei hat nicht selten mit Fahrerinnen und Fahrern zu tun, die alkoholisiert Verkehrsunfälle verursacht haben. Möglicherweise steht ihnen sogar eine MPU bevor. Unsere Mitglieder haben Erfahrung mit dieser Problematik.
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kommunen sehen oft „vor Ort“ Probleme, die auf übermäßigen Konsum von Alkohol zurückzuführen sind. Auch ihnen stehen wir beratend zur Seite.
- Caritas, Diakonie und „der Paritätische“ kümmern sich häufig um Menschen mit Alkoholproblemen. Ihre „Arbeit“ mit von der „Krankheit Alkoholismus“ betroffenen Menschen ergänzt sich nach unserer Auffassung sehr gut mit unserem 12-Schritte-(Selbsthilfe-)Programm.
- Medien aller Art sind herzlich eingeladen über unsere erfolgreiche Arbeit in den Meetings zu berichten. Wir sind gerne Ansprechpartner für sie und geben ihnen gewünschte Informationen. Unsere persönliche Anonymität bitten wir dabei zu berücksichtigen (wir geben nur unsere Vornamen preis).
- Öffentlichen Bibliotheken in unserer Region bieten wir unser Buch „Trocken bleiben – nüchtern leben“ als Spende an, wenn sie dieses Buch in ihren Katalog aufnehmen. Es enthält Hinweise, wie man ein dauerhaft abstinentes Leben führen kann. Diese beruhen auf jahrzehntelangen Erfahrungen der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker.
- Suchtberater/innen in Betrieben können ebenfalls gerne auf unsere Erfahrungen zurückgreifen und betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Teilnahme an unseren Meetings empfehlen. Unsere Visitenkarten helfen dabei diskret.
Mit jahrzehntelanger Erfahrung verstehen wir die Herausforderungen, die Menschen auf dem Weg aus der Alkoholabhängigkeit begegnen. Unsere Freunde, die selbst betroffen waren oder sind, wissen um die Unsicherheiten und Ängste von Hilfesuchenden und ihren Familien. Das Angebot der Anonymen Alkoholiker richtet sich explizit an alle Institutionen, die Betroffene begleiten, beraten oder betreuen.
Unser Ziel ist eine zeitlich nahtlose und inhaltlich abgestimmte Zusammenarbeit, damit Betroffene kontinuierlich und „Hand in Hand“ begleitet werden können. Durch gemeinsame Planung lassen sich Lücken in der Versorgung vermeiden und die Chance auf einen erfolgreichen Ausstieg aus der Sucht deutlich erhöhen.
Die Anonymen Alkoholiker verstehen sich als ergänzende Ressource im breiten Netzwerk der Suchthilfe, die durch ihre Offenheit und Vertraulichkeit einen niedrigschwelligen Zugang ermöglicht.

